Barrierefreies Webdesign entwickelte sich in den letzten Jahren zum dominierenden Ansatz im Internet. In loser Folge werden die wichtigsten Tipps und Tricks rund um barrierefreies Webdesign veröffentlicht. Der vierte Teil beleuchtet, wie PDF-Dokumente barrierefrei gestaltet werden können.
Der erste Teil der Serie behandelte die grundlegenden technischen Anforderungen an barrierefreies Webdesign. Der zweite Teil lenkte den Fokus auf inhaltliche Anforderungen und im dritten Teil wurde ausgeführt, welche Aspekte hinsichtlich Layout und Sprache zu beachten sind. Dieser Teil der Serie wendet sich nun der barrierefreien Gestaltung von PDF-Dokumenten zu.
Während Webseitenbetreiber immer mehr auf barrierefreie Internetauftritte achten, wird die Frage nach der Zugänglichkeit der angebotenen Dokumente oft nicht gestellt oder aus Unkenntnis ignoriert. Im Internet hat sich heute das Dokumentformat PDF gegen alle anderen Dateiformate durchgesetzt und obwohl Adobe dem Acrobat Reader (ab Version 5) Funktionen mitgegeben hat, die die Handhabung und die Darstellungsmöglichkeiten der Software speziell für Menschen mit körperlichen Einschränkungen verbessern, sind sind die meisten der zur Verfügung gestellten PDFs noch immer sehr unzugänglich.
Beachtet man die folgenden Punkte, können PDFs unkompliziert barrierefrei gestaltet werden:
Barrierefreie PDFs lassen sich grundsätzlich aus zwei Arten von Quelldokumenten erstellen. Entweder wird ein Dokument mit Formatvorlagen in einer Anwendung erstellt, mit entsprechenden Einstellungen in PDF umgewandelt und anschließend im Adobe Acrobat optimiert. Oder ein bestehendes PDF-Dokument mit optischer Formatierung wird direkt in Adobe Acrobat bearbeitet und optimiert.
Entscheidend ist, dass eine brauchbare Dokumentenstruktur erzeugt wird, also dass das PDF »getagged« (strukturiert) wird. Insgesamt gibt es neun Tag-Arten: Text, Abbildung, Abbildung mit Bildunterschrift, Formularfelder, Überschriften 1. - 3. Ebene, Tabelle, Zelle, Formel, Hintergrund. Ob diese Informationen schon im Quellprogramm oder erst in Adobe Acrobat hinzugefügt werden, ist für den Betrachter grundsätzlich egal, für den Ersteller ist es gerade bei größeren Dokumenten sinnvoll, die Strukturinformationen schon im Quellprogramm zu verwenden.
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Download Teil 4: Barrierefreie PDFs | pdf | 40 kB
Weitere Teile der Serie:
Regeln für barrierefreies Webdesign. Teil 1: Grundlagen
Regeln für barrierefreies Webdesign. Teil 2: Inhaltliche Aspekte
Regeln für barrierefreies Webdesign. Teil 3: Layout und Sprache