Zusatzfelder Pro: Installation und Einrichtung


Installationsanleitung, Dokumentation und FAQs zum Shopware Plugin

Zusatzfelder Pro erweitert Registrierung, Kundenkonto und Adressformulare um eigene Felder, die du selbst definierst. Die Felddefinitionen pflegst du in der Administration, die Werte landen als native Zusatzfelder direkt am Kunden und an der Adresse. Es gibt keine Parallelstruktur und keine zusätzlichen Tabellen für die Werte, deshalb funktionieren Admin-API, Import/Export und die Übernahme in die Bestellung ohne Zusatzaufwand.

  1. Acht Feldtypen: Textfeld, mehrzeiliges Textfeld, Auswahlfeld, Mehrfachauswahl, Checkbox, Ja/Nein-Schalter, Datum und Infotext
  2. Felder in der Registrierung (auch Gast- und Checkout-Registrierung), in allen Adressformularen und lesbar im Kundenkonto
  3. Serverseitige Validierung: Pflichtfeld, maximale Länge, regulärer Ausdruck mit eigener Fehlermeldung und Options-Whitelist
  4. Einschränkung einzelner Felder auf bestimmte Kundengruppen
  5. Mehrsprachige Bezeichnungen, Hilfetexte, Fehlermeldungen und Options-Bezeichnungen
  6. Automatische Übernahme der Werte in die Bestellung, sichtbar in der Bestellübersicht der Administration
  7. Express-Checkout bleibt unberührt, Pflichtfelder blockieren PayPal Express und API-Registrierungen nicht

Voraussetzungen

  • Shopware 6.7
  • Keine externen Dienste, keine zusätzlichen PHP-Erweiterungen
  • Zugriff auf die Administration mit Rechten für Einstellungen und Kunden

Kompatibilität

  • Verkaufskanäle: alle Storefront-Kanäle, die Registrierung und Adressverwaltung nutzen
  • Betroffene Entitäten: Kunde, Kundenadresse sowie die Bestellkopien Bestellkunde und Bestelladresse
  • Express-Checkout-Verfahren wie PayPal Express laufen unverändert weiter
  • Werte lassen sich über den Shopware Import/Export und die Admin-API auslesen

Installation

  1. Erweiterung im Shopware Store erwerben oder die 30 Tage Testphase starten.
  2. In der Administration unter Erweiterungen > Meine Erweiterungen installieren und aktivieren.
  3. Browser mit F5 neu laden, damit das neue Modul im Menü erscheint.
  4. Unter Einstellungen > Zusatzfelder Pro das erste Feld anlegen.

Einrichtung

Die Grundeinstellungen findest du in der Konfiguration der Erweiterung unter Erweiterungen > Meine Erweiterungen > Zusatzfelder Pro > Konfiguration.

  • Plugin aktiv: steuert, ob die Felder im Storefront ausgegeben und geprüft werden. Ist die Option aus, bleiben alle Definitionen und Werte erhalten, es wird nur nichts angezeigt.
  • Pflichtfelder auch bei API- und Express-Registrierung erzwingen: standardmäßig aus. Aktiviere die Option nur, wenn wirklich jeder Registrierungsweg die Pflichtwerte liefern kann, sonst brichst du Express-Checkouts ab.
Konfiguration der Erweiterung Zusatzfelder Pro in der Shopware Administration
Grundeinstellungen der Erweiterung

1 · Zusatzfelder verwalten

Das Modul liegt unter Einstellungen > Zusatzfelder Pro. Die Liste zeigt alle Felder mit Bezeichnung, technischem Namen, Feldtyp, Bereich, Position sowie den Kennzeichen aktiv und Pflichtfeld.

  • Zusatzfeld anlegen öffnet den Editor für ein neues Feld.
  • Ein Klick auf eine Zeile öffnet ein vorhandenes Feld zum Bearbeiten.
  • Über die Position bestimmst du die Reihenfolge im Formular, kleinere Werte stehen weiter oben.
Liste der angelegten Zusatzfelder in der Administration
Übersicht der Zusatzfelder

2 · Feld anlegen und validieren

Grundeinstellungen

  • Technischer Name: Kleinbuchstaben, Ziffern und Unterstriche, beginnend mit einem Buchstaben. Er bildet den Schlüssel des Zusatzfeldes (zum Beispiel biloba_ca_steuernummer) und ist nach dem Speichern nicht mehr änderbar.
  • Feldtyp: Textfeld, mehrzeiliges Textfeld, Auswahlfeld, Mehrfachauswahl, Checkbox, Ja/Nein-Schalter, Datum oder Infotext. Der Infotext ist reine Anzeige, er wird weder geprüft noch gespeichert.
  • Bereich: Kunde bedeutet ein Wert pro Kundenkonto, Adresse bedeutet ein Wert pro Adresse.
  • Aktiv, Pflichtfeld, In der Registrierung anzeigen, Im Kundenkonto anzeigen: steuern Sichtbarkeit und Pflicht.

Validierung

Alle Prüfungen laufen serverseitig, sie greifen also auch dann, wenn jemand das Formular umgeht.

  • Maximale Länge für Text und mehrzeiligen Text, leer bedeutet keine Begrenzung.
  • Validierungsmuster als regulärer Ausdruck, zum Beispiel ^DE[0-9]+$ für eine deutsche Steuernummer.
  • Fehlermeldung je Sprache, sie erscheint, wenn die Eingabe die Prüfung nicht besteht.
  • Bei Auswahlfeldern werden nur die konfigurierten Optionen akzeptiert.

Sichtbarkeit

Unter Kundengruppen schränkst du ein Feld auf bestimmte Gruppen ein. Keine Auswahl bedeutet: das Feld gilt für alle. Beachte bei B2B-Szenarien, dass ein Kunde bei der Registrierung noch keine Gruppe hat. Geprüft wird dann die Standard-Kundengruppe des Verkaufskanals.

Feld-Editor mit Grundeinstellungen und Validierungsregeln
Feld-Editor mit Validierung

3 · Optionen und Übersetzungen

Bei Auswahlfeldern und Mehrfachauswahl legst du im Bereich Optionen die Auswahlmöglichkeiten an. Gespeichert wird der technische Wert, angezeigt wird die Bezeichnung. So kannst du die Beschriftung später ändern, ohne die gespeicherten Daten anzufassen.

Bezeichnung, Hilfetext, Platzhalter, Fehlermeldung und Options-Bezeichnungen sind übersetzbar. Wechsle im Editor die Sprache und pflege die Texte je Storefront-Sprache. Fehlt eine Übersetzung, greift der Wert der Systemsprache.

Pflege der Optionen und der übersetzbaren Texte im Feld-Editor
Optionen und Übersetzungen

4 · Darstellung im Shop und in der Bestellung

  • Registrierung: Kunden- und Adressfelder, auch bei Gast- und Checkout-Registrierung, bearbeitbar.
  • Adressformulare: Adressfelder beim Anlegen und Bearbeiten einer Adresse sowie im Checkout, bearbeitbar.
  • Kundenkonto: Kundenfelder werden im Profil angezeigt, dort aber nicht bearbeitet.
  • Administration, Kundendetail: Kunden- und Adressfelder sind im Reiter Allgemein bearbeitbar.
  • Administration, Bestelldetail: die Werte zum Bestellzeitpunkt, schreibgeschützt.

Die Übernahme in die Bestellung erledigt Shopware selbst. Die Erweiterung liest diesen Stand nur aus, sie schreibt keine Bestelldaten. Aendert ein Kunde später sein Profil, bleibt die Bestellung deshalb unverändert.

Zusatzfelder im Registrierungsformular der Storefront
Zusatzfelder in der Registrierung

FAQs

In den Zusatzfeldern (customFields) der Shopware-Entitäten Kunde und Kundenadresse, mit dem Präfix biloba_ca_. Es gibt keine zusätzliche Werte-Tabelle, deshalb erreichst du die Daten über die Admin-API und den Import/Export genauso wie alle anderen Zusatzfelder.

Nein. Das Formular sendet eine versteckte Markierung mit. Nur wenn diese Markierung ankommt, der Kunde das Formular also wirklich gesehen hat, werden Pflichtfelder geprüft. PayPal Express und API-Registrierungen laufen dadurch normal durch. Willst du die Pflicht trotzdem erzwingen, aktivierst du die Option in der Konfiguration.

Prüfe die Kundengruppen-Einschränkung. Während der Registrierung hat der Kunde noch keine Gruppe, deshalb wird gegen die Standard-Kundengruppe des Verkaufskanals geprüft. Ein Feld, das nur für eine B2B-Gruppe freigegeben ist, taucht bei der ersten Registrierung deshalb nicht auf.

Nein. Der technische Name ist nach dem Anlegen fest, weil er den Schlüssel im Zusatzfeld bildet. Brauchst du einen anderen Namen, legst du ein neues Feld an und überträgst die Werte.

Du entscheidest beim Deinstallieren, ob die Daten erhalten bleiben. Löschst du die Daten mit, entfernt die Erweiterung alle biloba_ca_-Werte bei Kunden und Adressen, löscht ihre eigenen Tabellen und die Konfiguration. Die Werte in bereits abgeschlossenen Bestellungen bleiben bewusst erhalten, sie gehören zu den Bestelldaten.

Ja. Shopware kopiert die Zusatzfelder von Kunde und Adresse beim Bestellabschluss in die Bestellung. In der Bestellung siehst du damit den Stand zum Bestellzeitpunkt, auch wenn der Kunde seine Daten später ändert.


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